In der Gemeinderatssitzung vom Freitag, 11. Februar 2005

wurden folgende Punkte behandelt:

 

Schneeräumung

Umtausch von Unimog auf Traktor

 

Von unserem Leiter der Bauabteilung, Herrn Bmst. Hans-Peter Cermak, wurde ein ausführlicher Bericht über die schwierigen Räumungsarbeiten in den Tagen des großen Schneefalls gelegt. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass in diesen Tagen und vor allem Nächten, Mensch und Maschine über die Grenzen der möglichen Belastung gefordert wurden. Leider mussten bei den Maschinen mehrere Schäden verzeichnet werden, die bei der Schneeräumung und auch bei der Loipenpräparierung, zu Verzögerungen geführt haben. Gott sei Dank waren die Mitarbeiter unserer Bauabteilung widerstandsfähiger und haben diese beinahe wirklich „Tag und Nacht“ gearbeitet. Mit einer Sonderschicht am Fasching-Sonntag wurde zumindestens das Ortszentrum wieder einigermaßen vom Schnee befreit. An allen übrigen Tagen wurden und werden die Seitenstraßen Zug um Zug geräumt und der Schnee weggeführt. Ganz besonders geholfen haben uns die Mitarbeiter der stiftischen Werkstätte, vom Chef Herrn Ing. Köck bis hin zum Herrn Gerhard Kettner, der uns mit seinem eigenen Fahrzeug ausgeholfen hat. Ein herzliches  „Danke schön“ an  ALLE, die in dieser schwierigen Zeit im Einsatz waren!

Leider gibt es aber auch Mitbürger, die es nicht verstehen, dass die Gemeindearbeiter den Schnee nicht „bestellt“ haben und nur einen einzigen Auftrag haben, die öffentlichen Straßen für den Verkehr frei zu halten! Die Fahrer sind angehalten, den Pflug streng „gerade aus“ zu halten und auf keinerlei „Sonderwünsche“ einzugehen. Ich bitte auch um Verständnis, dass in dieser ohnehin sehr angespannten Situation private Wege, Plätze und Höfe von den Fahrzeugen der Marktgemeinde nicht geräumt werden können.

Zu allen vorhandenen Problemen hat uns in diesen Tagen der Unimog U 90, der erst seit 1999 im Einsatz ist, wiederum große Schwierigkeiten bereitet. Nach einem Rahmenbruch, zweimaligem Kupplungsschaden, ist nun das Getriebe defekt. Der Kostenvoranschlag für die Reparatur beläuft sich auf ca. € 13.800,-- inkl. Mwst. Nach intensiven Beratungen muss ich dem Gemeinderat vorschlagen, diesen Unimog, der offensichtlich ein „Montagsfahrzeug“ ist, gegen einen entsprechend einsatzbereiten Traktor auszutauschen. Die Landgenossenschaft wäre bereit, unseren Unimog zurückzunehmen und uns gegen eine Aufzahlung von rund € 50.000,-- inkl. Mwst. einen für unsere Zwecke besser geeigneten Traktor Steyr M 9100 Kommunal zu liefern. Zur Überbrückung der Lieferzeit würde uns bei einem positiven Abschluss sofort ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung gestellt.

Um eine möglichst rasche Schneeräumung sichern zu können, wurde der Grundsatzbeschluss für den Umtausch einstimmig gefasst. Die Rechnungslegung für den neuen Traktor wird erst nach der Auslieferung im Frühjahr erfolgen und die Buchhaltung wird in den nächsten Wochen einen entsprechenden Nachtragsvoranschlag erstellen müssen.

 

Sanierung Schulgebäude - Planungsstand

 

Nachdem seitens der Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic für 3 Jahre jeweils €  437.000,-- aus den Mittel der Bedarfszuweisungen zugesagt wurden, steht der Sanierung und Erneuerung unserer Schulanlage nunmehr nichts mehr im Wege. Gemeinsam mit den Bedarfszuweisungen der anderen eingeschulten Gemeinden wird seitens des Landes ungefähr die Hälfte der angenommenen Baukosten in der Höhe von ca. € 3.650.000,-- inkl. Mwst. getragen. Es wurden daher die Planungsarbeiten gestartet und werden dabei die beiden ursprünglichen Planer, die Firma e-quadrat aus Weng und das Architekturbüro Egger & Kreiner, zusammenarbeiten. Bei zwei Planungsgesprächen wurden die wesentlichen Termine festgelegt. Eine Rohplanung wird bis Ende Feber fertig sein und kann daher Anfang März eine öffentliche Präsentation dieses Projektes am Mittwoch, dem 2. März 2005, 18,00 Uhr im Volkshaus, angeboten werden. Wenn alles programmgemäß weiter geht, so können die Arbeiten in den Ferien 2005 gestartet werden!

 

Besprechungszimmer - Einrichtung

 

Nachdem das Archiv vom 1. Stock in das Erdgeschoss verlagert wurde, steht nunmehr im 1. Stock ein schöner Raum als Besprechungs- und Sitzungszimmer zur Verfügung. Die Einrichtung wurde von jener  Fachfirma ausgeschrieben, die auch die Einrichtung für das Besucher-Info geplant und gefertigt hat, wobei unsererseits mehrere Betriebe zur Anbotlegung eingeladen wurden. Nach Auswertung der Angebote wird der Bestbieter, die Fa. Kletzenbauer mit der Ausfertigung der Einrichtung zu einem Gesamtpreis von € 6.546,-- inkl. Mwst. beauftragt. Weiters wird von dieser Firma ein neuer Schreibtischverbau für das Meldeamt zum Betrag von € 1.801,20 inkl. Mwst. angefertigt. Die Fa. Feuchter hat nicht nur die „normale“ Malerei, sondern mit dem Wappen der Gemeinde und dem Steirischen Panther als Wanddekoration, wieder einmal ein Meisterstück abgeliefert. Der Boden wurde von der STIA Admont zu ausgesprochen günstigen Konditionen, wie auch beim Besucher-Info, zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

 

Steiermärkische – Umbau/Vorplatz

 

Nachdem die Räumlichkeiten der Steiermärkischen Bank heuer im Frühjahr umfassend umgebaut werden sollen, muss für die Geschäftsstelle kurzfristig Arbeitsraum geschaffen werden. Auf Antrag der Steiermärkischen wurde seitens der Marktgemeinde für die Zeit vom 10. März bis 13. Mai 2005 die Benutzung des Vorplatzes als Stellfläche für die erforderlichen Bürocontainer gestattet. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Grünfläche und der übrige Vorplatz wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt werden.

 

Tourismus - Infrastrukturstudie

 

Wie dies schon in der Dezemberausgabe der „Nachrichten des Bürgermeisters“ zu lesen war, wurde seitens unserer Leader+ Organisation, die den Tourismusverband Nationalpark Gesäuse und die Region Eisenwurzen umfasst, eine Studie über den Stand und die in Zukunft notwendigen Einrichtungen an Infrastruktur in Auftrag gegeben. Diese Studie beinhaltet auch die Prüfung von Grundstücken oder Anlagen, die für eine Hotelgründung geeignet wären. 

In den vergangenen Wochen hat es mehrere Gesprächsrunden mit den daran arbeitenden Fachleuten gegeben und wurden auch die jeweiligen Bürgermeister ausführlich befragt. Die nicht geringen Kosten für diese Arbeiten werden vom Land Steiermark aus den Bereichen Tourismus und Raumplanung, EU-Fördermittel aus dem Leader+ Programm und den Tourismusverbänden getragen.

Am 11. Feber hat auf Einladung von LAbg. DI Wöhry im Rathaus eine kompetente Gesprächsrunde mit den Bürgermeistern unserer Region, Vertretern der Tourismusverbände Nationalpark und Eisenwurzen, sowie der Nationalparkgesellschaft, mit dem vom Land Steiermark beauftragten Tourismusexperten Herrn Helmut Zolles, dem ehemaligen Leiter der Österreich Werbung und einem Vertreter der Kulturabteilung des Benediktinerstiftes, stattgefunden. Bei diesem Gespräch wurde besonders die Hilfestellung in Richtung Organisation der beiden Regionsverbände Nationalpark & Eisenwurzen und auch Präsentationsunterlagen für mögliche Investoren in Hotelanlagen besprochen. Seitens der anwesenden Vertreter der beiden Tourismusverbände wurde die weitere Ausarbeitung dieses Konzeptes beschlossen. Auch dafür wird das Land Steiermark aus dem Bereich LR Schützenhöfer finanzielle Hilfe leisten. Im Frühjahr dieses Jahres werden die Unterlagen fertig sein und dann kann mit der Beurteilung und Aufarbeitung der Ergebnisse begonnen werden! 

 

Gesunde Gemeinde – Programm/Jugendarbeit

 

Nachdem sich der Arbeitskreis für die Aktion „Gesunde Gemeinde“ als erstes den Schwerpunkt „Jugendarbeit“ gewählt hat, wurde besonders in diesem Bereich fleißig gearbeitet. Eine Schlittenfahrt im Jänner, Jugendkonzert am 12. Feber, Jugendnachmittag am 22. Feber, Exkursionen im Rahmen des Nationalparks bilden derzeit die Schwerpunkte, die schon angeboten wurden und in den kommenden Wochen angeboten werden. Die Arbeitsgruppe wird sich in nächster Zeit auch bestehende Jugendeinrichtungen in anderen Gemeinden anschauen, konnte Frau GR Ulrike Marte berichten.

Gleichzeitig wird auch ein neuerlicher „Anlauf“ für die Einrichtung der Lernbetreuung unternommen, ein Thema das derzeit in der Diskussion über die Schulreform höchst aktuell ist.

„Als Grundlage für meine „bürgermeisterlichen Träume“ habe ich mir einen Entwurf für einen möglichen Zubau im Bereich des Volkshauses machen lassen. Bei entsprechendem tatkräftigen Interesse an Jugendarbeit, da gehört auch eine aktive Mitarbeit der Jugend dazu, könnte ein derartiges Haus auch durchaus verwirklicht werden!“, sagte der Bürgermeister.

 

Ortskanalisation (Aigen/Krumau und Reitmayersiedlung/Kematen)

 

Das Planungsbüro Plank-Bachselten hat die Planungsarbeiten für die wasserrechtliche Genehmigung und die nachfolgende Ausschreibung der Arbeiten beinahe fertig. Nach der Vorlage der Ausschreibungsergebnisse ist mit der Vergabe der Arbeiten und dem anschließenden Baubeginn, im Mai dieses Jahres zu rechnen. Sofern es organisatorisch möglich ist, könnten die Arbeiten in den Ortsteilen Aigen und Krumau gleichzeitig im Jahr 2005 und der Bauabschnitt im Bereich Reitmayer Siedlung/Kematen im kommenden Jahr, ausgeführt und abgeschlossen werden. Im Ortsteil Dörflersiedlung wird dabei auch eine Straßenbeleuchtung errichtet werden. Sofern es die Stromversorgung erlaubt, kann die Straßenbeleuchtung bei dieser Gelegenheit auch in anderen Bereichen ergänzt werden.

Mit Abschluss dieser Kanalisierungsarbeiten sind alle Liegenschaften im Bereich des öffentlichen Anschlussbereiches der Marktgemeinde Admont zur Gänze an das Kanalnetz und die Kläranlage angeschlossen worden! Mit der im Jahr 2003 einstimmig beschlossenen Erhöhung der Kanalgebühren in 2 Schritten – 2004 und 2005 jeweils um 11 Cent, ist die Finanzierung bedeckt und ist auf weitere Sicht auch keine Gebührenerhöhung erforderlich.

 

Allfälliges…

 

Ø                   Wohnbauprojekt Winklergründe – seitens der SG Rottenmann wurden die Planungsarbeiten begonnen und können erste Ergebnisse bald hergezeigt werden. Erfreulich ist auch, dass sich die SG Ennstal wieder für einen Grundkauf in Admont interessiert.

 

Ø                   Schilift bei der Rodelbahn – GR Josef Pichler brachte vor, dass bei der beleuchteten Rodelbahn, als Ergänzung vor allem für die Kinder, ein kleiner Schilift – Babylift – erstrebenswert wäre. Man sollte die schon einmal begonnenen Gespräche mit dem für unser Gebiet zuständigen Planer, Herrn Ing. Lechner aus Altenmarkt, wieder aufnehmen und die technischen Möglichkeiten abklären lassen. Vom Bürgermeister wie auch vom Gemeindekassier wurde er in seiner Meinung bestärkt. In der Diskussion wurde jedoch auch darauf verwiesen, dass wir damit der „eigenen“ Schiliftgesellschaft in der Kaiserau Konkurrenz machen würden. Bürgermeister Günther Posch versicherte, den erwähnten Planer bei seinem nächsten Besuch in Admont um konkrete Vorschläge zu ersuchen.

 

Ø                   Rechnungsabschluss 2004 – von der Leitung unserer Buchhaltung, Frau Ingrid Prantl, wurde, trotz des frühen Termins, der Rechnungsabschluss 2004 vorgelegt. Entsprechend den geltenden Bestimmungen wurde der Rechnungsabschluss den Parteien zur Prüfung ausgehändigt. Eine Beschlussfassung im Gemeinderat kann jedoch erst nach Ablauf der Fristen und einer Prüfung durch den Prüfungsausschuss, erfolgen. Trotz großer Investitionen im Jahr 2004 konnte erfreulicherweise ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden. Der Gebührenhaushalt ist ebenfalls ausgeglichen. Seitens der Marktgemeinde Admont wurde 2004 gegenüber dem Benediktinerstift Admont, im Interesse der Arbeitsplätze unserer Admonter/Innen, bei Kanalgebühren und Kommunalsteuer STIA insgesamt auf einen Betrag von ca. € 100.000,--  verzichtet.   Das Projekt Besucher-Info wird gesondert dargestellt werden und ist es sehr erfreulich, dass wir rund 7 % unter den vorgesehenen Baukosten abrechnen konnten. Auch von den zugesagten Förderungen ist schon ein Teil ausbezahlt worden!

 

Ø                   Feuerwehr – Nachdem der bisherige Hauptmann, HBI Adolf Tschitschko, auf Grund der Altersklausel bei der diesjährigen Wehrversammlung nicht mehr zur Wahl angetreten ist, musste ein Hauptmann und auch sein Stellvertreter neu gewählt werden. Mit großem Vertrauen wurden von der Wehrversammlung Herr Norbert Schmidt zum Hauptmann und zu seinem Stellvertreter Herr Derik Plank, gewählt. Herr Adolf Tschitschko wurde zum Ehren-HBI ernannt. Wir danken dem langjährigen Hauptmann Adolf Tschitschko sehr herzlich für seine 15 jährige Tätigkeit und gratulieren gleichzeitig dem neuen Führungsduo – HBI Norbert Schmidt & OBI Derik Plank – zur Wahl.

 

Gemeindeschitag 2005 – Sonntag, 6. März 2005, 13.30 Uhr, Schlosslift Kaiserau!

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Ehrungen …

 

Am Ende der letzten Gemeinderatssitzung vor der Wahl wurden langjährig tätige Gemeinderäte, im Sinne der geltenden Richtlinien der Gemeinde und des Landes, geehrt.

 

Namens der Marktgemeinde Admont durch den Bürgermeister:

 

Gemeinderat Adolf Tschitschko – 25 Jahre im Gemeinderat

Gemeindekassier Erwin Zinnebner – 19 Jahre im Gemeinderat

Gemeinderat Franz Tschitschko – 15 Jahre im Gemeinderat

 

Stellvertretend für das Land Steiermark wurden durch die Bezirkshauptmannschaft Liezen, vertreten durch Herrn Mag. Udo Schalamon nachstehende Ehrendiplome des Landes Steiermark überreicht:

 

Bürgermeister Günther Posch – 20 Jahre im Gemeinderat

(15 Jahre Bürgermeister und 5 Jahre Vizebürgermeister)

Gemeinderätin Friederike Pöllauer – 20 Jahre im Gemeinderat

Gemeinderätin Ulrike Marte – 10,5 Jahre im Gemeinderat

 

 

Mit diesem feierlichen Akt wurde die laufende Gemeinderatsperiode beendet. Sofern keine besonderen Umstände eintreten, wird vor der Gemeinderatswahl keine Sitzung mehr einberufen werden.

 

„Als Bürgermeister danke ich allen Gemeindevorständen und Gemeinderäten/Innen für die gute Zusammenarbeit in den abgelaufenen 5 Jahren. Ich hoffe, dass wir auch die restlichen Wochen bis zum Wahltag noch in Ruhe und Ordnung „überstehen“ werden und Anfang April der neu gewählte Gemeinderat, unbelastet von unnötigem parteipolitischen Streit, seine Arbeit wieder aufnehmen kann!“ sagte Bürgermeister Günther Posch am Ende dieser Gemeinderatssitzung.

 

Für den Gemeinderat:

Bürgermeister Günther Posch