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Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 28. Oktober 2005

 

Mitteilungen und Anfragen

 

·               Der Bürgermeister berichtete von einer Rutschung oberhalb der Liegenschaft Kornbauer, die seitens des Geologen der Wildbach- und Lawinenverbauung beobachtet wird. Bei akuter Gefahr sollten Sicherungsmaßnahmen nach den Anordnungen der entsprechenden Fachleute vorgenommen werden.

·               Die Straße nach Selzthal soll im Bereich der Grundstücke der Familie Schoiswohl neu vermessen und auf die tatsächliche Breite zurückgebaut werden.

·               In einem Gespräch mit den Sozialen Diensten – Hilfswerk und Volkshilfe – wurde die wichtige Arbeit, die von den Mitarbeiterinnen bestens geleistet wird, besprochen. Für das nächste Jahr werden die erforderlichen finanziellen Mittel in der Höhe von ca. € 28.000,-- im Haushaltsvoranschlag vorgesehen, wobei eine Indexerhöhung von 2 % berücksichtigt werden muss.

·               In einer Rückblende auf eine Diskussion bei der Bürgerversammlung berichtete der Bürgermeister über die ihm vorliegenden Kostenvoranschläge für die „Hotelstudie“, die im Herbst 2003/Anfang 2004 im Rahmen des Tourismusverbandes behandelt wurde. Es sollten im Jahr 2003/2004 vom Tourismusverband „auf der Stelle“   35.000,- für eine Studie über die Nutzung des stiftischen Maierhofes als Hotel bezahlt werden. Das Angebot hatte jedoch einige „unklare“ Passagen, nach denen – je nach Erfolg oder Misserfolg – nachträglich € 50.000,-- oder  sogar € 70.000,-- zusätzlich gezahlt hätten werden müssen. Darüber hinaus wurden noch nicht abschätzbare Zahlungen für Honorare und Provisionen gefordert. In der folgenden Diskussion über diese Angebote sind unterschiedliche Meinungen über die Höhe der damaligen Angebote aufgetreten. GR Josef Pichler meinte, „dass das Stift den damals zur Diskussion gestandenen Umbau des stiftischen Maierhofes zu einem Hotelkomplex ohnehin hätte selbst machen können, wenn es sich um so ein sicheres Geschäft gehandelt hätte“!   (Anmerkung: Durch die Errichtung des Rinderstalles mit Gülleteich an der Westseite der Stallanlage hat sich dieses „Konzept“ von selbst erledigt.) Derzeit werden im Rahmen der Leader+ Organisation – Tourismusverbände Nationalpark Gesäuse und Naturpark Eisenwurzen  -  mit fachlicher Beratung der Tourismusabteilung des Landes Steiermark, verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung der touristischen Zusammenarbeit unserer Verbände überlegt. In diesem Zusammenhang werden auch geeignete Grundstücke für mögliche Hotel-Investitionen überprüft. Diese Arbeiten werden vom Land Steiermark, aus den Leader+ Mittel und den Tourismusverbänden finanziert.

·               Wie in Weng und Hall sollten wir uns auch mit einer Neuordnung der Beschilderung im Ort beschäftigen. Ein neues Konzept mit Ortsplan und neuen Tafeln wird jedoch ca. € 15.000,-- kosten. Der Straßenausschuss sollte sich mit den Experten der Fa. Forster-Beschilderungssysteme beraten.

·               Die Einrichtung einer sogenannten „Notwasserversorgung“ aus dem Bereich der artesischen Wasserreserven, die im Ennsboden in großem Maße vorhanden sind, sollte in den nächsten Jahren ernsthaft überlegt werden. Es ist dies ein „Schatz“, der für die öffentliche Wasserversorgung unbedingt gesichert werden sollte.

 

Anfragen

 

·               Vizebürgermeister Willi Pöllauer erkundigt sich, wann endlich der beim Hochwasser herausgerissene Eisbrecher bei der Radwegbrücke erneuert wird. Vom Bürgermeister konnte berichtet werden, dass die Fa. Haider bereits seit längerem den Auftrag dazu hat und auch immer wieder urgiert wird.

·               GR Johannes Mandl weist darauf hin, dass die Zufahrt zur Müllinsel bei der Dampfsäge sehr oft verparkt wird und daher die Nutzung nicht immer möglich ist.

·               Frau GR Ursula Neuner berichtet von einem Projekt in der Gemeinde Oberaich bei Bruck, eine Gemeinde mit ca. 2800 Einwohner, wo mit einem Aufwand von ca. 2,6 Millionen Euro und beträchtlichen Förderungen von Land und Sportverbänden, ein Sport- und Jugendzentrum errichtet wurde.

·               GR Helmut Nebl fragt an, ob eine Möglichkeit besteht, die Schulstraße über die neue Zufahrt zum Rinderstall in Richtung Aignerstraße für eine „Notumfahrung“ zu verbinden.

·               GR Andreas Stadlauer regt an, die Obstbäume an der Schulstraße entlang der Sportanlage zu entfernen, da durch abfallende Blätter und Früchte die Straße verunreinigt wird.

·               GR Rudolf Grassegger fragt nach dem Stand in der Angelegenheit der neu zu errichtenden Straße, nachdem der Umbau des Schlosses Röthelstein nunmehr bald fertig sein wird. Der Bürgermeister konnte darauf antworten, dass er sich seit geraumer Zeit um eine Einigung mit den für die Finanzierung erforderlichen Stellen des Landes Steiermark bemühe, bisher jedoch keine endgültige Entscheidung erreicht werden konnte. Die Gemeinde ist jedoch nicht die ausführende Stelle, sondern wurde vereinbart, dass die FA 16D des Landes Steiermark ein entsprechendes Projekt ausarbeitet. Er wird selbstverständlich auch nach der Landtagswahl und den teilweise geänderten Zuständigkeitsbereichen, weiter um eine Lösung bemüht sein. Die Gemeinde sollte einen Anteil an den Errichtungskosten übernehmen und dann die fertige Straße in das öffentliche Straßennetz aufnehmen.

 

Folgende Punkte wurden vom Gemeinderat beraten und beschlossen:

Schulangelegenheiten

 

Für den Ankauf neuer Einrichtungsgegenstände wurde vom Schulausschuss ein Betrag von € 250.000,-- festgelegt. Damit können im Zuge der Erneuerung unserer Schulanlage, sofern die vorhandenen Gegenstände in den letzten Jahren nicht ohnehin neu gekauft wurden, auch überwiegend neue Einrichtungsgegenstände angekauft werden. Für das kommende Haushaltsjahr wurde für die HS/VS ein Gesamtbetrag von € 422.400,-- vorgesehen; davon muss die Marktgemeinde Admont einen Anteil von € 261.244,50 finanzieren, der Rest wird von den eingeschulten Gemeinden, sowie von den Gastschulgemeinden, aufgebracht. Gemeinsam mit der Summe für die Erneuerung von ca. € 3,5 Millionen und den oben erwähnten Beträgen können beinahe alle Wünsche im Interesse unserer Kinder erfüllt werden. Der Bürgermeister musste aber auch darüber berichten, dass ab dem Schuljahr 2007 in Rottenmann eine zentrale Polytechnische Schule geführt wird und damit auch die Admonter Schüler/Innen pendeln müssen. 

 

Umweltangelegenheiten

 

Auf Anordnung des Landes Steiermark müssen die Gemeinden bis 1. November 2005 eine neue Müllabfuhrordnung, die vermehrt auf das tatsächliche Müllaufkommen der Bewohner Rücksicht nimmt, beschließen. Unter der Leitung von Frau GR Ulrike Marte wurde vom zuständigen Ausschuss und nach maßgeblicher Vorarbeit des Amtsleiters Dietmar Cupak, eine neue Müllabfuhrordnung erstellt. Die neue Müllabfuhrordnung soll besonders auf jene Rücksicht nehmen, die durch vermehrte Mülltrennung weniger Müll und damit eine geringere Anzahl von Abfuhren, benötigen. Bei einer Rücknahme der jährlichen Abfuhren auf 19 Abfuhrtermine kann die Müllgebühr durchschnittlich um ca. 15 %,  bei 26 Abfuhren um ca. 8 % gesenkt werden. Bei einer gleich bleibenden Anzahl von jährlich 38 Abfuhren wird sich bei einigen Positionen jedoch die Müllgebühr um durchschnittlich ca. 8 % erhöhen. Die Bürger haben es also selbst in der Hand, ob sie mit einer gezielten Mülltrennung und weniger Abfuhren auch persönlich sparen wollen! Man darf auch nicht vergessen, dass mit der Müllgebühr auch die gesamte Entsorgung aus dem Bereich der Sammelstellen, deren Wartung und auch die Entsorgung der übergroßen Sperrmüllmenge bezahlt werden muss.

Vom Gemeinderat wurde in dieser Sitzung auch die Förderung von Sonnenkollektoren und Biomasseheizungen auf den neuesten Stand gebracht, Interessenten werden gebeten, sich im Bauamt zu erkundigen.

 

Sozialangelegenheiten

 

Vom Gemeinderat wurden auf Vorschlag der Vorsitzenden des Ausschusses, Frau GR Elfriede Aster, die Förderung unserer Sozialvereine – Hilfswerk und Volkshilfe - mit einer Gesamtsumme in der Höhe von € 2.000,-- bestätigt. Auch die bisher durchgeführten Weihnachtsaktionen für Not leidende Mitbürger und den Admontern/Innen in den verschiedenen Altersheimen, werden weitergeführt. Der Sozialausschuss wird auch die beliebten Veranstaltungen für die Senioren weiter anbieten. Die Weihnachtsfeier wird am 21. Dezember 2005, Beginn 13,00 Uhr im Volkshaus stattfinden.

 

Kultur- und Sportangelegenheiten

 

Unter der Führung von GR Rudolf Raninger hat sich der zuständige Ausschuss, mit den Subventionsansuchen unserer Admonter Vereine beschäftigt. Mit den Schwerpunkten Jugendförderung wurden insgesamt € 10.000,-- für unsere Vereine bewilligt.

 

Prüfungsausschuss

 

Der Ausschuss hat die Abrechnung für das Informationscenter geprüft. Die Gesamtkosten für die Errichtung betrugen € 506.984,13. Unter Berücksichtigung der restlichen Finanzierungs- und Förderungsbeträge ist nach Auflösung des Baugirokontos noch ein Betrag von rund € 70.000,-- aufzubringen. Wenn dieser Betrag nicht aus dem ordentlichen Haushalt aufgebracht werden kann ist dafür ab dem Jahr 2007 ein Darlehen aufzunehmen.

 

Stauchnergründe – Bebauungsplan

Wie schon in der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen wurde, konnte nun nach der Vorlage von 3 Angeboten der Auftrag für die Erstellung eines Bebauungsplanes an Frau Architekt DI. Martina Kaml vergeben werden.

 

Marktplatz Aufhebung der Verordnung

Nach einem bürokratischen „Irrweg“ musste nun unsere Verordnung auf Umwidmung der bestehenden Grundfläche in eine Verkehrsfläche wiederum aufgehoben werden. Die erforderliche Umwidmung soll auf Anraten des Landes Steiermark im Zuge der nächsten Revision des Flächenwidmungsplanes erfolgen. Was bedeutet das für die Praxis? NICHTS! Der Platz kann, wie es ursprünglich vorgesehen war, als Park- und auch Marktplatz benützt werden.

 

Kulturleistungsprämie 2005

Auf Vorschlag unserer Ortsbauernschaft, vertreten durch Herrn Martin Unterberger, wird die Kulturleistungsprämie für unsere Landwirte in einer Gesamthöhe von rund    € 4.000,-- ausgezahlt. Die Berechnung wird von der Bauernkammer im Sinne der geltenden Richtlinien für die Förderung unserer Bergbauern gemacht.

Schibus Admont Kaiserau

Auch für die kommende Saison wird von der Marktgemeinde Admont, mit Beteiligung der Gemeinden Hall und Weng, wiederum ein kostenloser Schibus in die Kaiserau angeboten werden. Nach einem Kostenvergleich zwischen den dafür geeigneten großen Reisebussen wird dieses Mal die Fa. Wagner mit den Fahrten beauftragt. Für die Gemeinden entstehen dadurch Kosten in der Höhe von ca. € 6.000,--/Saison, die man bei der Beurteilung des Einsatzes der öffentlichen Hand für den Schibetrieb in der Kaiserau nicht vergessen sollte.

 

Nationalpark Tafeln für Admont

Ein heißes Thema war die Aufstellung der Nationalparktafeln im Gemeindegebiet von Admont. Im Sommer wurde vom Bauausschuss, wie in allen anderen Nationalparkgemeinden auch, beschlossen, entsprechende Hinweistafeln aufzustellen. Daraufhin hat der Bürgermeister auch die erforderliche Vereinbarung mit dem Nationalpark unterschrieben. Auch in der Sitzung des Gemeindevorstandes gab es keine gegenteilige Meinung, bis dann in der letzten Gemeinderatssitzung dieser Punkt von der SPÖ Fraktion beanstandet wurde. Darauf wurde diese Frage vom Bürgermeister zur weiteren Klärung zurückgestellt. Durch den Auftrag nach der Bauausschusssitzung wurde jedoch vom Nationalpark bereits Material bestellt und sind Arbeiten in Auftrag gegeben worden, die bereits Kosten in der Höhe von ca.      € 9.000,-- verursacht haben. In einer „außerparlamentarischen“ Konferenzrunde wurde besprochen, dass wir damit unseren Auftrag nicht mehr zurückziehen können und auch in Admont 3 Hinweistafeln für den Nationalpark aufgestellt werden. Nach intensiver Diskussion im Gemeinderat wurde beschlossen, dass die Aufstellung genehmigt wird, wenn die dafür anfallenden Kosten aus dem Bereich des Tourismusverbandes ersetzt werden. Dies wurde vom Bürgermeister zugesagt und damit konnte diese unerfreuliche Angelegenheit  nunmehr nachträglich  „reguliert“  werden.

 

Benediktinerstift Admont – Wasseranschluss für den neuen Stall

 

Vom Stift Admont wurde das Ansuchen auf Anschluss an die öffentliche Wasserleitung für die neue Stallanlage gestellt, wobei auch um die Verrechnung eines verminderten Wasserzinses ersucht wurde. Der Anschluss ist im Sinne der bestehenden Wasserleitungsordnung der Marktgemeinde möglich. Auf Vorschlag des Bürgermeisters werden dem Stift jedoch die üblichen Anschlusskosten und auch die normalen Wassergebühren verrechnet werden.

 

Dammschüttung in der Dampfsäge

 

Der vor kurzem baurechtlich genehmigte Schutzdamm im Bereich der Liegenschaft der Familie Kundela wurde nun auch vom Gemeinderat formal beschlossen. Die Arbeiten werden im Einvernehmen mit dem Wasserbaureferat der Baubezirksleitung durchgeführt und sollten zukünftig einen wesentlich Schutz vor Hochwässer bringen. In diesem Zusammenhang wird im Herbst auch das Gerinne von den stiftischen Feldern bis zum  Fischlschweiger Teich ausgebaggert.

 

Für den Gemeinderat

Bürgermeister Günther Posch e.h.