Die Mariensäule in Admont(Bericht der Gemeindechronik, erstellt im Jahr 2000nach eingeholten Informationen bei Herrn Dr. Johann Tomaschek)
Gesamtbild der Admonter Mariensäule
In den Aufzeichnungen des P. Jakob Wichner steht folgendes: "Wegen einer in der Umgebung grassierenden Viehseuche ließ im Jahre 1712 Abt Anselm Luerzer von Zechenthal (1707-1718) "ex voto" (Als Gelübde) vor dem Stiftsthore ein religiöses Monument aufrichten. Selbes besteht aus der auf einer Säule stehenden Statue der unbefleckten Empfängniß umgeben von den Statuen der Heiligen Josef, Joachim, Anna, Benedikt und Blasius. Selbe wurde von dem Grazer Bildhauer Georg Christof Winkler aus Leibnitzer Stein um 219 Gulden angefertigt und aufgestellt". Auf der Nordseite am Sockel ist das Wappen (Im geviertelten Schild je zweimal ein springendes Einhorn und ein halbierter Adler) des Abtes Anselm Luerzer angebracht. Als Pendant dazu ist auf der Südseite des Sockels das Stiftswappen mit den beiden Rauten angebracht. An der mittleren Sockelseite sieht man das Wappen (Kreuz und Anker) des Abtes Kajetan Hoffmann (1890-1907). Sein Wappenspruch: „Dum spiro, spero“(so lange ich atme, hoffe ich) ist in einer Brandmalerei im Prälatenstüberl in der Vertäfelung neben seinem Wappen sehr deutlich zu lesen. Er ließ die Mariensäule im Jahre 1898 „In Erinnerung an das 60-jährige Priesterjubiläum Sr. Heiligkeit Papst Leo XIII und an das 50-jährige Regierungsjubiläum Sr. Majestät Kaiser Franz Josef I“ erneuern. Auf die Erneuerung der Säule durch Abt Kajetan Hoffmann und auf die nächste Renovierung im Marianischen Jahr 1954 durch Abt Bonifaz Zölss (1935-1956) weisen Inschriften auf der Rückseite hin. Auf der Rückseite des Sockels an der unteren Kante findet man die folgende, sehr verwitterte Inschrift: "Jos. Linser u. Söhne, Innsbruck 1898". Dieser Bildhauer hatte 3 Jahre vorher im Auftrage von Abt Kajetan Hoffmann den aus Carraramarmor gehauenen Hochalter in der Stiftskirche mit der als Krönung darauf stehenden Statue des hl. Blasius geschaffen und aufgebaut. Von diesen Arbeiten kannte ihn der Abt und betraute ihn und dessen Söhne mit der Renovierung der Mariensäule im Jahr 1898. Während die Renovierung durch Abt Kajetan auf der Rückseite im Schriftfeld eingetragen wurde (siehe oben), verewigte sich Jos. Linser mit seinen Söhnen Renoviert unten durch eine Eingravierung. Auf der Säule steht Maria Immaculata, mit einer Krone und einem Strahlenkranz. Zu ihren Füßen ist die Mondsichel und eine um die Erdkugel gewundene Schlange. Am Fuße der Säule steht der hl. Josef mit dem Kind.
Der heilige Josef
Unter ihm schweben drei Engel. Der mittlere Engel, direkt unter dem hl. Josef trägt einen vergoldeten sechs-zackigen Stern, wahrscheinlich ist es der „Morgenstern“ aus der Lauretanischen Liturgie. Links und rechts, etwas unter dem hl. Josef schweben zwei Engel. Beide tragen vergoldete Medaillons, die wahrscheinlich ebenfalls der eben genannten Litanei zuzuordnen sind. Links vom Beschauer ist in dem Medaillon ein Tor, die „Pforte des Himmels“ zu sehen. Im Medaillon des Engels rechts vom Beschauer sieht man eine liegende und eine darüber schwebende Person. Nach der Marienlitanei hat der Künstler mit diesem Bild Maria als „Trösterin der Betrübten“ symbolisieren wollen. Die drei Engel bekrönen ein aus Stein geformtes Strahlenbündel, in dessen Mitte ein besonders schönes, ebenfalls vergoldetes Marienmonogramm leuchtet.
(Das Marienmonogramm)
Darunter ist das Wappen des Abtes Kajetan Hoffmann mit Kreuz und Anker angebracht und darüber zwei Engelköpfe. Auf den vier Eckpunkten der quadratischen Balustrade befinden sich vier lebensgroße Heiligenfiguren. Hinten stehen die Ordens – und Stiftspatrone Benedikt und Blasius, vorne die Eltern Marias - Anna und Joachim.
Bei der Erstellung dieses Berichtes im Herbst des Jahres 2000 war das Denkmal in einem sehr guten baulichen Zustand. Die Umgebung im Marienpark war gepflegt. Das daneben stehende Kriegerdenkmal sah nach der Erneuerung ebenfalls sehr gepflegt aus. Für die Pflege und Erneuerung des Baumbestandes im Marienpark ließen die Fachabteilung 1b (Örtliche Raumplanung und Gemeindeentwicklung) der Steiermärkischen Landesregierung und die Marktgemeinde Admont ein Baumgutachten erstellen. Dieses Gutachten wurde vom beeideten Sachverständigen, Herrn Ing. Hermann Kern im August des Jahres 2000 erstellt. Es soll die Grundlage für die Entscheidungen über die notwendigen Maßnahmen in diesem besonders wertvollen und schützenswerten „Stück - Admont“ sein.
|
||||||||||||








