Bericht von der Gemeinderatssitzung am 11. Mai 2011

 

Mitteilungen des Bürgermeisters …

 

ü  Auf Anregung von Frau Barbara Helm soll auch im heurigen Jahr wieder eine „Blumenfahrt“ ausgeschrieben werden. Die Fahrt wird am 23. August 2011 zu sehenswerten Zielen in der südlichen Steiermark führen. Neben Besichtigung schöner Blumenanlagen, wird sicherlich auch eine Buschenschank angefahren werden. Das tatsächliche Ziel wird erst im Juni, nach dem Verlauf der Blumenschmuckbewertung des Landes Steiermark, festgelegt werden. Wie im Vorjahr wird auch ein Kostenbeitrag – vermutlich ca. € 20,00/Person - für die Fahrtkosten eingehoben werden.

 

ü  Auf Anregung von GK Erwin Zinnebner wurden im Frühjahr die von der Gemeinde im Ortsbereich aufgestellten Ruhebänke gereinigt und überarbeitet. Im gesamten Gemeindegebiet sind ca. 75 Stück Bänke verteilt. Wer noch desolate Bänke „findet“, wird gebeten, uns dies zu melden (Bauamt - Tel. 2106-14).

 

ü  Nach dem in der Folge des Baues der neuen Straße zum Schloss Röthelstein notwendig gewordenen Abtausch von Straßen- und Wegflächen mit dem Benediktinerstift Admont, ist nun auch die grundbücherliche Übertragung abgeschlossen. Als wichtigste Straßenführungen sind die Zufahrt zum Jugend- und Familiengästehaus sowie auch die Oberhofallee bis zum öffentlichen Gut in der Kematen, eine öffentliche Gemeindestraße geworden. Auf Grund der schwierigen finanziellen Situation werden umfangreiche Sanierungsarbeiten derzeit aber nicht vorgenommen werden können.

 

ü  Mit Geltung ab 1. Mai 2011 werden zukünftig gewerberechtliche und baurechtliche Verfahren von der Bezirkshauptmannschaft gemeinsam durchgeführt werden. Diese Maßnahme soll eine Vereinfachung des Verfahrens und auch eine einheitliche Rechtsauslegung der diversen Gesetze gewährleisten.

 

ü  Die Familie Enver und Sigrid Hasani (Tochter von Frau Barthofer) beabsichtigt am Standort des Elternhauses (seinerzeit eine Geburtenstation) eine Pflegestation von 4 bis 5 Pflegebetten zu schaffen. Diese Einrichtung wäre eine gute Bereicherung des vorhandenden Angebotes an Heimplätzen im Pflegeheim, den Pflegeeinrichtungen durch Hilfswerk und Volkshilfe und auch unserem Projekt mit betreubarem Wohnen.

 

ü  Die feierliche Segnung der neuen Mödringerbrücke findet am Sonntag, 29. Mai 2011 mit Beginn um 9,30 Uhr statt.

 

ü  Kindergartenjahr 2011/2012: Nach dem Wegfall des Gratiskindergartens werden für das kommende Kindergartenjahr seitens des Landes Steiermark neue Bestimmungen in Kraft treten. Leider sind seitens des Landes noch nicht alle Richtlinien veröffentlicht, sodass vor allem die Eltern über die tatsächliche finanzielle Belastung noch nicht informiert werden können. Derzeit wurde jedoch vom zuständigen Ausschuss folgendes festgelegt:

 

§  Auf Grund der vorhandenen Räumlichkeiten und auch des Personals können alle für das Kindergartenjahr 2011/2012 gemeldeten 60 Kinder aufgenommen werden.

§  Entsprechend den Richtlinien des Landes können wir 1 Halbtagsgruppe, 1 alterserweiterte Gruppe mit Kindern unter 3 Jahren und 1 Gruppe mit der Teilung in die Ganztagesbetreuung anbieten.

§  Leider können den Eltern die aktuellen Informationen über die Berechnung der Einkommensverhältnisse zur Bestimmung des Kindergartenbeitrages noch nicht erteilt werden. Sobald auch diese Unterlagen vorliegen, werden die Eltern jedoch umgehend verständigt und sie um eine endgültige Erklärung gebeten.

§  Unabhängig von der endgültigen Kinderanzahl muss jedoch für das kommende Kindergartenjahr eine Karenzvertretung für Frau Pamela Vielhaber aufgenommen werden. Gesucht wird eine ausgebildete Kindergartenpädagogin, die jedoch als Betreuerin arbeiten muss. Die entsprechenden Informationen sollen über den Kindergarten und die Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik an interessierte Schülerinnen herangetragen werden.

§  Eine endgültige Entscheidung über die Gruppeneinteilung soll in der Juni Sitzung des Gemeinderates erfolgen.

 

1. Nachtragsvoranschlag 2011

 

Zur Absicherung der Finanzierung des in der vorherigen Gemeinderatssitzung beschlossenen Ankaufes eines Kommunalfahrzeuges und den erforderlichen Nebengeräten wurde von der Buchhaltung ein Nachtragsvoranschlag ausgearbeitet. Mit diesem Nachtragsvoranschlag wurde nochmals festgelegt, dass 2/3 des Kaufpreises (ca. € 100.000,-) aus Mittel der Gemeinde und 1/3 (ca. € 60.000,-) durch Darlehensaufnahme finanziert werden. Sollten vom Land Steiermark für diese Maßnahme Bedarfszuweisungsmittel bewilligt werden, so wird sich möglicherweise die Darlehenssumme entsprechend verringern. Es kann jedoch auch sein, dass die Aufsichtsbehörde die vorgesehene Darlehensaufnahme nicht zur Gänze oder auch nur teilweise bewilligt, dann wird der Ankauf der Schneefräse zurückgestellt werden müssen.

 

Darlehensaufnahmen

 

Ø  Im Sinne des Nachtragsvoranschlages wurden für das notwendige Darlehen für das Kommunalfahrzeug bei den ortsansässigen Banken Angebote eingeholt. Nach einem Vergleich beider Angebote wurde die Darlehensaufnahme bei der Raiffeisenbank Admont beschlossen.

 

Ø  Für die Finanzierung des Fernwärmeanschlusses im Wohnhaus Oberhofsiedlung 333 wurden ebenfalls Angebote eingeholt. Der Vergleich ergab, dass das Angebot der Steiermärkischen Sparkasse günstiger ist und wurde eine dementsprechende Darlehensaufnahme beschlossen.

 

Baukostenzuschuss Rotes Kreuz-Bezirksstelle Liezen

 

Für die Errichtung der Bezirkseinsatzstelle des Roten Kreuzes in Liezen müssen alle Gemeinden im Bezirk Liezen insgesamt einen Betrag von ca. € 1,400.000,-- aufbringen. Nachdem die Marktgemeinde Admont von der Rettungsabteilung der Feuerwehr versorgt wird, müssen wir lediglich den Kostenanteil von 15 % für die notärztliche Versorgung zahlen. Dieser Anteil beträgt für die Marktgemeinde Admont ca. € 7.700,-- und wird er aufgeteilt auf einen Zeitraum von 5 Jahren an die bauausführende Siedlungsgenossenschaft Ennstal zurück bezahlt werden können.

 

Benediktinerstift Admont

 

Ø  Als Anerkennung der großartigen Werbung, die mit der Museumslandschaft und natürlich auch mit der weltbekannten Stiftsbibliothek für Admont und die Region gemacht wird, wird eine gesonderte Wirtschaftsförderung zuerkannt. Mit dieser Regelung, die direkt mit der Verwirklichung des Hotelprojektes in Verbindung steht, werden auf die Dauer von 10 Jahren ca. € 15.000,--/Jahr als Anerkennung für die besondere Initiative bezahlt. Gerade mit dem nun immer realistischer werdenden Hotelprojekt, sollte für Admont eine wesentliche wirtschaftliche Belebung möglich werden.

 

Ø  Zur Sicherung der Hotelzufahrt wird von den Anrainern am Eichenweg ein Teil der privaten Zufahrtsstraße an die Gemeinde abgetreten. Als Entschädigung für den in der Vergangenheit getätigten Ausbau und die Asphaltierung werden         € 5.000,-- geleistet. Damit ist auch ein weiterer Schritt zur Verwirklichung des Hotelprojektes gelungen.

 

LED Straßenbeleuchtung

 

Nachdem bis zum Jahr 2015 die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Lampen zwingend vorgeschrieben ist, müssen wir uns mit diesem Problem befassen. Derzeit kommen immer wieder Angebote für die Umrüstung ins Haus und ist ein Überblick ohne ein grundsätzliches Konzept nicht möglich. Vom Institut für nachhaltige Energie- und Umweltentwicklung wird uns nun zum Preis von € 4.100,-- (ohne MWSt.) die Erstellung eines technischen und kaufmännischen Konzeptes für die Umrüstung angeboten. Teil dieses Konzeptes ist auch die Erstellung einer Kostenanalyse, mit der die zukünftigen Ersparnisse ausgerechnet werden können. Nachdem die für das Konzept notwendigen Kosten zur Gänze vom Land Steiermark gefördert werden, sollten wir uns diese Grundlage für die weitere Ausschreibung und Entscheidung erarbeiten lassen.

 

Pachtvertrag für einen Kleintransporter

 

Die Fa. „Regenbogen“, eine Firma, die über Werbeeinschaltungen Nutzfahrzeuge finanziert, hat uns folgendes Angebot vorgelegt: Sie übernimmt die Finanzierung des Fahrzeuges und wird dafür ermächtigt, für das Fahrzeug entsprechende Werbepartner zu suchen. Ab 12 Werbeeinschaltungen wird ein Kastenwagen der Marke FIAT angeboten. Bei einer größeren Anzahl an Einschaltungen kann dann auch eine leistungsfähigere Fahrzeugvariante gewählt werden. Für die Marktgemeinde würden dabei keinerlei Gestehungskosten anfallen. Lediglich die Kosten für die Versicherung und die Betriebsmittel müssten bezahlt werden. Der Gemeinderat hat sich nach ausführlicher Überlegung vorerst jedoch so entschieden, dass wir eine kostengünstige Variante suchen, bei der die einheimischen Betriebe keine Werbeeinschaltungen schalten müssten. Es soll der Ankauf eines kostengünstigen gebrauchten Fahrzeuges, oder auch eine Leasingvariante, geprüft werden.

 

Grundkaufansuchen

 

Herr Reinhard Weissensteiner ersucht die Marktgemeinde Admont, ihm im Zuge der Errichtung des Jungfamilienwohnhauses am Gelände des ehemaligen Kührbauhofes eine an seinem Grundstück angrenzende Fläche zu verkaufen. Die Marktgemeinde wird diesem Ansuchen nachkommen und dafür einen Preis von € 30,--/m², zuzüglich der Vermessungskosten, verlangen.

 

Jugendausschuss Gesunde Gemeinde

 

Ø  Von den Jugendlichen im Jugendzentrum wurde eine Umfrage zur Nutzung des Skaterplatzes gemacht. Dementsprechend soll der Skaterplatz erhalten bleiben, jedoch das hohe und auch gefährlichere Gerät sollte entfernt werden.  Zusätzlich sollten Mistkübel aufgestellt werden. Der Skaterplatz soll in Zukunft, in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum und dem Jugendausschuss des Gemeinderates, vermehrt für Veranstaltungen genützt werden. Aus Gründen der allgemeinen Sicherheit soll ein Radfahrverbot auf dem Skater- und auch dem angrenzenden Fußballplatz erlassen werden. Eine Verbotstafel wird von den Jugendlichen selbst gestaltet werden.

 

Ø  Am 6. Juni 2011, Beginn um 19.00 Uhr, soll im Volkshaus von Herrn Insp. Wesner, Kriminalpolizei Liezen, ein Vortrag über Jugendkriminalität, Jugendstrafrecht und Cyber-Mobbing gehalten werden. Die Kosten werden vom Innenministerium übernommen!

 

Ø  Auf Grund der immer wieder auftretenden Vandalenakte im Schulbereich und dabei besonders beim Zugang zum Jugendzentrum, soll dieser Bereich mit einer Videoanlage überwacht werden.

 

Nebengebührenordnung

 

Im nicht öffentlichen Teil der Tagesordnung wurde eine Neufassung der bestehenden Nebengebührenordnung beraten und beschlossen. Ohne dabei die Gemeindeordnung zu verletzen, kann zu diesem Punkt Folgendes berichtet werden:

 

In der Marktgemeinde Admont besteht seit dem Jahr 1974 eine Nebengebührenordnung, mit der zusätzliche freie Tage, Sonderzahlungen u. ä. geregelt wurde. Im Zuge der allgemeinen Einsparungen wurde auch die Neufassung dieser Nebengebührenordnung überlegt. Wie uns vom Land und auch vom Gemeindebund mitgeteilt wurde, können wir bisher geltendes Recht einseitig nicht verändern. Wir wurden jedoch aufgefordert, die bestehende Regelung zu überarbeiten und entsprechend anzupassen. Die Nebengebührenordnung wurde nunmehr im Einvernehmen mit der Personalvertretung neu formuliert. Es konnten Vereinfachungen bei nicht mehr zeitgemäßen Regelungen erreicht werden. Auch eine Übereinstimmung mit ohnehin gesetzlich geregelten Punkten wurde vorgenommen. Mit dieser neuen Vorlage der Nebengebührenordnung soll jedoch beschlossen werden, dass ab 1. Juni 2011 neu eintretende Dienstnehmer das zusätzliche 15. Monatsgehalt – für die bisherige Belegschaft ist das geltendes Recht – nicht mehr bekommen werden. Die anderen Regelungen der neu gefassten Nebengebührenordnung, wie zB. Dienstzeiten, Sicherheitskleidung udgl. sollen jedoch auch auf die neuen Dienstnehmer übergehen. Damit wurde eine zeitgemäße Regelung, die auch dem geltenden Recht entspricht, getroffen.

 

Für den Gemeinderat Admont

Bürgermeister Günther Posch